[Rezension] „Die Kunst der letzten Stunde“ von Rosa und Thorsten Wirtz

Taschenbuch
Erschienen im KBV Verlag
ISBN 978-3-942446-68-6
240 Seiten
€ 9,50

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Inhalt:

Malu und Markus Poschen sind ein erfolgreiches Autorenpaar. Wenn ihre Bücher im Ausland die Bestseller-Listen stürmen, sind sie doch in ihrer Eifelheimat nahezu unbekannt. Als Markus beim Nordic-Walking buchstäblich über den schwerverletzten Lokalpolitiker Jean-Marie Caspers stolpert, ist es mit der Eifeler Beschaulichkeit vorbei. Caspers ist einer der Protagonisten im erbittert geführten „Eifeler Schulstreit“, bei dem die etablierten Schulen der Nordeifel um die immer geringer werdende Anzahl von Schülern ringen. Wurde Caspers von den Gegnern des neuen Schulprojekts attackiert, für das er sich im Gemeinderat stark macht? Was ist dran an den Gerüchten über eine Beziehung zu einer Schülerin des Gymnasiums, an dem Caspers als Kunstlehrer arbeitet? Die Polizei nimmt schon bald einen Schüler unter dringendem Tatverdacht fest, doch die Poschens forschen weiter – jeder in eine andere Richtung. Und ganz unerwartet schlägt der Täter ein weiteres Mal zu. Doch diesmal kostet es in Menschenleben.

Meine Meinung:

Ich war überrascht. Das muss ich sagen. Zuerst dachte ich… „Hossa.. wo bist du nun gelandet:“ Na klar in der Eifel… Ich muss zugeben als Niedersachse hatte ich ab und an meine Probleme mit dem Dialekt der zuweilen benutzt wird. Diese Teile habe ich dann etwas schneller gelesen.

Und nun noch einmal zu dem Punkt: Ich war überrascht. Ja, definitiv denn die Geschichte entwickelt sich erst ganz anders als man es erwartet. Mir neu sind die unterschiedlichen Perspektiven, welche ich sehr gut gelöst finde. Wir haben immer die Sichtweise Malu’s und die Sichtweise Markus‘ und dann immer mal wieder Zwischenkapitel, bei denen wir nicht immer wissen, aus wessen Sicht sie geschrieben sind.

Bei den Sichtweisen von Markus und Malu Poschen muss ich sagen… ich habe sehr oft geschmunzelt. Das Wahrnehmen von Mann und Frau zu unterschiedlichen Themen ist wunderbar beschrieben und es ist schön zu lesen, dass die alltäglichen Probleme im Haushalt tatsächlich nicht nur mir passieren. Und das die Kommunikation manchmal etwas schief geht.

Die Kapitel lassen sich flüssig lesen, gestockt habe ich nur zwischendrin als ich ein paar kleinere Probleme mit der Zuordnung der Charaktere hatte. Aber gut, ich habe schnell wieder in den Fluss gefunden und konnte das Buch rasch beenden. Die Wende zum Schluss ist sehr überraschend – mit diesem Motiv hätte ich wahrlich nicht gerechnet und es wirft noch einen ganz anderen Blickpunkt auf die beschauliche Heimatidylle in der Eifel.

Alles in allem ein lesenswerter Roman, der meines Erachtens zu Recht den Jacques-Berndorf-Preis verliehen bekommen hat.

Fazit:

Ich kann es nur weiterempfehlen und vergebe gute vier Punkte. Der fünfte fehlt, da ich zwichendurch den Faden etwas verloren hatte und etwas Mühe mit dem Verlauf der Geschichte hatte aber schnell wieder reingekommen bin.


Dank:

Vielen Dank an Nicolas Sender von krimizeitschrift.de und den KBV Verlag für dieses tolle Leseerlebnis!!!

Über das Autorenduo:

Rosa & Thorsten Wirtz

Ebenso wie ihre beiden Hauptfiguren, die Poschens, leben Rosa und Thorsten Wirtz in Nettersheim, in einem rund 300 Jahre alten Fachwerkhaus. Es gibt einen Sohn (wie bei den Poschens) und eine Katze (wie bei den Poschens), aber keinen Hund!

Rosa (Jahrgang 1974) stammt aus Euskirchen und hat im Buchhandel ihre Berufung gefunden. Sie ist (natürlich auch berufsbedingt) eine absoulute Vielleserin, kommt im Jahr auf mindestens 50 Romane, ein Großteil davon Krimis. Das Schreiben ist für sie neu.

Thorsten (Jahrgang 1971) ist in Mechernich-Vussem aufgewachsen. Seit 1993 journalistisch tätig, aktuell Redakteur beim „Wochenspiegel“ in der schönen Vulkaneifel. Fiktional ist der Roman (neben einigen unveröffentlichten Kurzgeschichten und einem Krimi-Hörspiel) auch für ihn ein absoluter „Erstling“.

Berndorf-Preis für Rosa und Thorsten Wirtz


Zum ersten Mal ist der Jacques-Berndorf-Preis verliehen worden – ein Preis für Krimi-Nachwuchsautoren, benannt nach dem Altvater des Eifelkrimis. Die Auszeichnung, überreicht von Landrat Günter Rosenke, ging an das in Nettersheim lebende Autorenpaar Rosa und Thorsten Wirtz.

(pp) Das Ehepaar und mit ihm 43 weitere Bewerber waren dem Aufruf der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen zum Krimi-Wettbewerb im Rahmen der Krimitage »Nordeifel – Mordeifel« gefolgt und hatte im Frühjahr beim Vorentscheid gewonnen. Vier arbeitsreiche Monate später, nach hitzigen Diskussionen am Küchentisch, langen Schreibnächten und literweisem Kaffee- und Teekonsum, hielt das Paar stolz seinen Debütroman in den Händen. »Die Kunst der letzten Stunde«, so der Titel, hat nach Auffassung der Jury auf den Punkt gebracht, was man vom Sieger des Schreibwettbewerbs erwartet hatte. Anders als die beiden Preisträger, sind die Protagonisten ihres Erstlings, das Ehepaar Malu und Markus Poschen, bereits Beststeller-Autoren. Als Markus beim Nordic Walking über den schwerverletzten Kommunalpolitiker Jean-Marie Caspers stolpert, ist es mit der Eifeler Beschaulichkeit erst einmal vorbei. Rund um den »Eifeler Schulstreit« drehen sich die Geschehnisse. In dessen Verlauf kommt schließlich ein Mensch ums Leben. Im Rahmen der Preisverleihung absolvierten Rosa und Thorsten Wirtz ihre erste Autorenlesung – schwungvoll, pointiert und im Wechsel. Während er in die Rolle von Markus Poschen schlüpfte, konterte Rosa Wirtz als Malu Poschen. Das Ehepaar lebt mit Katze und dem 14-jährigen Sohn Jonathan seit mehreren Jahren in einem 300 Jahre alten Haus in Nettersheim. Der 41-jährige Thorsten Wirtz ist Journalist beim WochenSpiegel in der Vulkaneifel, seine drei Jahre jüngere Ehefrau Rosa arbeitet im Buchhandel. Ihr Erstlingswerk ist im KBV-Verlag erschienen.

©Bilder, Inhaltsangabe, Cover und Autorenbiografie sowie Pressetext: http://www.kbv-verlag.de


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