[Rezension] Wie ein Flügelschlag – Jutta Wilke

Gebundene Ausgabe, 282 Seiten
Verlag: Coppenrath, erschienen am 20. Januar 2012
ISBN: 978-3649605669
€ 14,95

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Inhalt

Ich war fünf, als ich fliegen lernte. Ich schlüpfte aus den Armen meiner Mutter, die im hüfthohen Wasser stand, wand mich unter dem Seil hindurch und flatterte davon wie ein kleiner Vogel. Kein Boden mehr unter den Füßen und keine Hände mehr, die mich umklammerten. Über mir der Himmel und unter mir nichts als Wasser.“ Als die sechzehnjährige Jana für ihre Leistungen im Schwimmen ein Stipendium an einem Sportinternat erhält, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Aber dieser wird bald zum Albtraum, als Jana eines Tages ihre Freundin Melanie leblos im Schwimmbecken findet. Als Todesursache wird plötzliches Herzversagen angegeben. Jana hat jedoch den Verdacht, dass es um Doping geht. Aber egal, an wen sie sich wendet, überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Jana lässt nicht locker und kommt zusammen mit Melanies Bruder Mika schließlich der schrecklichen Wahrheit auf die Spur … Ein feiner psychologischer Krimi im Umfeld eines Sportinternats. Ein Roman, der tief unter die Haut geht.

Meine Meinung

Meine Meinung: Ein Jugendroman, der unter die Haut geht.
Jana ist ein Teenager, der so richtig die Probleme des Erwachsenwerdens mitbekommt. Sie freundet sich mit Melanie an, wird aber schnell ihre einzige Konkurrentin der Elitesportschule. Irgendwann scheint Melanie diesem Druck oder auch anderen Problemen nicht mehr standhalten zu können und stirbt. Woran – Mord – Drogen – Selbstmord?! Die Frage wird so schnell nicht geklärt. Aber für alle Schüler ist klar, Jana ist schuld. Sie ist sowieso unbeliebt und nun auch der Sündenbock. Passt sich ja. Doch was geht in Jana vor? Sie verliebt sich in Melanies Bruder Mika. Doch auch er scheint irgendwas zu verheimlichen.

Ich habe dieses Buch trotz seiner Dicke echt schnell gelesen, an einem Nachmittag. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und man leidet mit Jana mit und wenn man im Lesefluss drin ist geht es auch ganz leicht das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand zu legen.
Die Charaktere sind sehr fein gezeichnet und jeder scheint irgendetwas zu verheimlichen. Melanies strenge Eltern sind besonders unheimlich, auch die Beziehung von Jana zu ihrer Mutter ist drastisch und realistisch geschrieben. Man kann ihren inneren Konflikt nachvollziehen.

Die Gestaltung gefällt mir wirklich gut. Ich hatte es nur als Wanderbuch zu Besuch, aber der Schnitt und die Verzierungen der Kapitel sind umheimlich schön. Wie auch der Schutzumschlag. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge.

Fazit

Von mir gibt’s volle Punktzahl.

Über die Autorin

Geboren am 7. März 1963 wuchs ich in Ronneburg auf, einem kleinen Dorf am Fuß einer alten Burg. Meine Berufswünsche während der Schulzeit waren so vielfältig wie das Leben. Ich wollte Zoodirektor werden oder mindestens einen Zoobesitzer heiraten, ich wollte Missionarin werden (der Reisen wegen), träumte von einer Schauspielausbildung und büffelte Latein und Griechisch, um Theologie studieren zu können. Ich strebte eine Karriere als Journalistin an und veröffentlichte schon damals kleine Texte in unserer örtlichen Tageszeitung. Der Redakteur einer größeren Zeitung riet mir vorab zu einem „vernünftigen“ Studium, so dass ich schließlich nach meinem Abitur Jura studierte. Anschließend arbeitete ich 12 Jahre als Rechtsanwältin, bevor ich meine Robe endgültig an den Nagel hängte.

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