[Rezension] „Micro“ von Michael Crichton

Fester Einband, 464 Seiten
Blessing Verlag, erschienen am 01.03.2012
ISBN: 978-0062091413
22,95€

Exemplar kaufen:
*Amazon*
*Verlag*

Inhalt:

Eine kleine Gruppe von Superhirnen wird eingeladen, nach Hawaii zu fliegen und dort die neue „Überfirma“ Nanigen zu besuchen.
Nanigen erforscht auf mikroskopisch kleine Weise das Erdreich zu untersuchen um ein Heilmittel für Krankheiten zu finden, für die es noch keine Heilung gab. Ihrer Meinung nach gibt es in der Natur nichts was nicht geheilt werden kann. ein hochrangiges Mitglied von Nanigen ist Eric Jansen, und er lädt seinen Bruder ein, mit nach Hawaii zu kommen, Nanigen bedeutet eine neue Chance für jeden.
Kurz bevor Peter abfliegen will bekommt er eine seltsame SMS von Eric und kurz darauf die Mitteilung er hatte ienen Unfall mit dem Boot und man gehe davon aus, er ist in den Strömungen ertrunken. Peter glaubt dies nicht und stellt erste Nachforschungen an, mit denen er Geschäftsführer Vin Drake konfrontieren will.
Dieser fühlt sich in die Enge getrieben und… schrumpft die Gruppe Studenten auf 1,3 Milimeter und setzt sie im Dschungel aus, um sie zu vernichten.
Doch so unbeholfen sind die Genies gar nicht.
Wie diese Geschichte um den Dschungel und die Microroboter weitergeht und was Eric Peter in seiner SMS mitteilen wollte…. Erfahrt ihr wenn ihr MICRO weiterlest.

Meine Meinung:

Die Geschichte startet erst mit einer Sequenz, die erst im hinteren Teil der Geschichte eine größere Rolle bekommt, denn bei Nanigen wird eingebrochen und der Detektiv verstirbt auf ungeklärte Weise.
Dann werden die Studenten an ihrer Uni vorgestellt. Ich muss sagen, bei den Beschreibungen im Labor bin ich etwas abgedriftet, denn ein Biologisches Genie war ich leider nie.
Die Story plätschert ein bisschen und man könnte in Versuchung geraten zu pausieren.
Doch das sollte man auf keinen Fall, denn sobald die Studenten auf Hawaii sind, nimmt die Geschichte Fahrt auf.
Geschäftsführer Drake war mir von Anfang an unsympathisch… ein schmieriger aalglatter Typ, dem man es schon in der ersten Zeile „anliest“ das er Dreck am Stecken hat.
Als sie geschrumpft werde dachte ich erst, Moment, dass ist das falsche Buch, ich wollte nicht „Liebling ich habe die Kinder geschrumpft“ lesen und hatte Angst, die Story driftet ins absurde ab.
Aber weit gefehlt. Die Beschreibungen des auf einmal riesigen Dschungels, die Gefahren der Tiere und auch die ab und an fallenden Fachbegriffe schildern die Gefahr einer mikroskopischen Welt sehr genau.
Zwar zieht ist es klar, dass jedem von ihnen etwas zustößt und so zieht sich der Hauptteil etwas, aber jedes Mal wird der Spannungsbogen so interessant aufgebaut, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.
Das Ende: Naja ich will nicht zu viel verraten: Es war gut gemacht, obwohl es ganz zum Schluss etwas offen bleibt. Aber sehr gelungen, ein total geschlossenes Ende hätte meiner Meinung nach auch nicht gepasst.
Zu den Personen:
Ja, Schade dass Peter nicht sooo lange mit dabei war, als ruhiger sachlicher Typ hat er zwischen den ganzen Genies vermittelt, da er mit jedem gut klarkommt. Sein Tod.. war etwas heftig für mein Kopfkino, aber gut gemacht.
Rick und Karen als Überlebendes Paar gefällt mir sehr gut, die beiden passen unwahrscheinlich gut zusammen, beide Kämpfernaturen mit eigenem Kopf. Sehr gut.
Zu Danny kann ich nur sagen, den hätte ich gleich bei der ersten Versorgungsstation liegen gelassen, die alte Memme. Ja sowas muss es geben, aber nein, den konnte ich garnicht leiden und sein Verhalten am Ende zeigt mal wieder, dass es sich nicht immer lohnt, nett zu allen zu sein. Sorry dass ist meine ehrliche Meinung. Zu den anderen möchte ich eigentlich nur sagen, dass sie alle ihr Fachgebiet sehr sehr gut vertreten haben, aber leider so nicht weiter aufgefallen sind. Weder negativ noch herausstechend positiv. Also haben sie sich sehr gut in die Gruppe eingefügt.

Die Schreibweise ist flüssig und wie schon gesagt mit einigen Fachbegriffen gespickt, was allerdings keinesfalls dazu führt, dass man als Nicht-Biologe kein Wort versteht von dem, was dort geschrieben wird. Ich hatte keinerlei Probleme diese Fachbegriffe mit den Erläuterungen zu verstehen.

Fazit:

Alles in allem ein sehr sehr guter Thriller mit einigen längeren Phasen. Ich denke, man muss sich schon für die Biologie interessieren um die kompletten 500 Seiten zu lesen, aber wer nur ansatzweise Interesse hat, dem lege ich das neue Werk von Michael Crichton sehr ans Herz, denn die Idee hinter dem Buch ist genial.

Zum Autor:

Michael Crichton

Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Next“, „Welt in Angst“, „Timeline“, „Jurassic Park“ und „Andromeda“. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller „Micro“ geschrieben.

*Special zu Michael Crichton*

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s