Rezension "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von Ali Shaw

Fester Einband, 397 Seiten
script5, erschienen am 09.01.2012
ISBN: 978-3839001318
19,95€

Inhalt:
Es gibt eine einsame Insel, auf der sich die Walfänger niedergelassen hatte, doch seit der Walfang stagniert ziehen auch die Walfänger wieder ab und die Ortschaften der kleinen Inseln sterben aus. Nur wenige Menschen halten die Stille und die Privatsphäre aus, denn jeder kennt jeden und jede Geschichte. Doch es gibt auch Dinge, die niemand weiß. Niemand kann Ida helfen, die sich von den Füßen aufwärts immer mehr zu Glas verwandelt. Und niemand kann Midas helfen, der seit dem Selbstmord seines Vaters sich immer wieder Schuld einredet und nie so werden möchte wie sein Vater war. Doch den Grund, warum er so war, weiß auch niemand. Niemand ahnt die Geheimnisse von Midas Mutter und was es mit ihrer heimlichen Affäre auf sich hat. Und niemand kennt die Ochsenmotten.
Was mit den süßen geflügelten Rindern in Schmetterlingsgröße auf sich hat, wie sich Ida und Midas näher kommen und sich mit ihrem Schicksal anfreunden und mehr erfährt man in der Geschichte um „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“
Meine Meinung:
Zu allererst fiel mir dieses Buch auf, weil es ein unheimlich wunderschönes Cover hat. Dieses Cover gehört wirklich zu einem der schönsten Cover, die ich bisher gesehen hatte und obwohl das Buch LEIDER nur als Wanderbuch bei mir war, auch die Seitengestaltung ist wunderschön. Also war ich mega gespannt auf den Inhalt, der sich mystisch anhörte, nach einer Liebesgeschichte und Geheimnissen.
Doch so im Nachhinein muss ich sagen, war ich etwas enttäuscht.
Die Geschichte ist unheimlich schön geschrieben. Zart und geheimnisvoll. Man wird mit all den Schicksalen konfrontiert und lernt die Charaktere zu lieben. Doch umso mehr war ich vom Ende enttäuscht. Gern hätte ich das Buch bei der Mitte weggelegt und mir den Rest der Geschichte selbst ausgemalt, denn ich ahnte, wo es hinführte. Soviel sei gespoilert, die Geschichte hat nicht das erwartete und ersehnte Happy End.
Auch die Geschichte mit der weißen Gestalt, die wohl Grund des Glases zu sein scheint, habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden.
Auch tauchen viel zu viele Charaktere nebenher auf, die Ihre Geschichte einfließen lassen und somit die Handlung verkomplizieren und nur bedingt erklären. Ich hätte auf einige Erläuterungen verzichten können.
Vom Schreibstil ist das Buch schön leicht zu lesen und nicht zu kompliziert.
Ich habe mich gerne weggeträumt nach St. Hauda’s Land, obwohl es dort die ganze Zeit Winter ist, aber auch die o.g. Ochsenmotten fand ich sehr süß.
Das Ende, welches für Midas trotz des Verlustes nicht unbedingt schlecht ist (er kann endlich anfangen zu leben!!!) hat mich leider nicht so überzeugt, sodass ich dem Buch ganze 2 Sterne abziehen muss.
Wenn ich könnte würde ich einen halben zurück geben, da die Gestaltung wie schon geschrieben traumhaft ist und ich es jederzeit kaufen würde, um es anzuschauen. Dafür ist es leider nur zu teuer, denn noch einmal lesen werde ich es wohl leider nicht.
Fazit:
Traumhaftes Cover, zarte Geschichte in flüssigem Schreibstil mit einigen Holperlern, da viel zu viele Charaktere aufgeworfen werden und eingebracht werden, und nicht ganz gewünschtem Ende:
3 Sterne!!

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