Rezension "Engelsdämmerung" von Andrea Gunschera

flexibler Einband, 260 Seiten
Sieben Verlag, erschienen am 31.01.2012
ISBN: 978-3941547391
€14,90

Inhalt:

Klapptext:
Der gefallene Engel Asâêl wandelt wieder auf Erden. Seine Gegenwart reißt ein uraltes Übel aus dem Schlaf: Nazgarth, den Dunklen Jäger, der geschaffen wurde, die Gefallenen und ihre Saat zu vertilgen. Sieben Siegel halten seine Ketten. Der Orden der Raphaeliten beauftragt den Schattenläufer Kain, einen Killer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die Jünger des Nazgarth zu töten, bevor diese die Siegel brechen können. Sie stellen ihm di junge Bibliothekarin Anna zur Seite, eine Expertin der Alten Schriften, um seine Opfer aufzuspüren. Anna und Kain, beide kaum fähig, einem anderen Menschen zu vertrauen, fühlen sich zunächst voneinander abgestoßen. Sie boykottieren einander, statt zusammenzuarbeiten. Damit gefährden sie nicht nur ihre Mission, sondern geraten auch in höchste Gefahr. Doch dann geschieht das unwahrscheinlichste aller Wunder….

Obwohl ich ungern die Klappentexte einfach nur abschreibe konnte ich auch nach mehreren versuchen keine gelungenere Zusammenfassung so wohlklingend formulieren, wie dieser absolut Appetitanregende Kurztext. Ich hoffe, es sei mir gestattet.

Meine Meinung:

Zu allererst wollte ich etwas zur Optik des Buches sagen: „Engelsdämmerung“ war mein erstes Buch vom Sieben Verlag und somit war ich überrascht, dass es etwas größer ist als ein Taschenbuch. Erstaunt war ich auch über die kleine, enge Schrift auf den Seiten. Erst dachte ich, dies würde mich im Lesefluss stören, da ich klein gedruckte Texte nicht sooo gern lese, aber im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es das überhaupt nicht getan hat. Im Gegenteil. Ich habe das Buch fast am Stück weggelesen.
Nun zum Inhalt. Blöderweise habe ich die beiden Vorgänger nicht gelesen was ich auf jeden Fall nachholen werde, denn ich bin nun absoluter Andrea Gunschera Fan. Ich war absolut überrascht von der Wendung der Geschichte und auch vom Aufbau der Geschichte.

Kains „Innenleben“ und Gedanken sind erst etwas abschreckend. Er will sich an nichts binden, hat absolute Angst jemanden sein Vertrauen zu schenken. So will er dann ja auch seinen „Agenten“ alsbald loswerden, da er droht ihm zu nahe zu kommen. Dazu kommt, dass er noch immer furchtbar mit seinem Vater hadert, seinem Bruder und dass er geprägt wurde auf Eve, die er vernichten will, um diese Prägung zu verlieren. Doch als er Anna kennen lernt wird diese Gefühlskälte abgeschwächt und im Laufe der Geschichte umgekehrt, denn er will sie tatsächlich an sie heranlassen. Die Beschreibung seiner Gedanken finde ich sehr gelungen und auch „männlich und nachvollziehbar“.
Anna wirkt in den ersten Kapiteln absolut naiv und weltfremd, was sie ja auch ist. Sie ist nie aus Italien rausgekommen und außer Rom auch noch nicht weit gereist. Gut dass sie auf Kain trifft und das dieser sich um sie kümmert, denn ohne ihn wäre sie glaube ich aufgeschmissen. Und mit den Kapiteln merkt man auch, wie die beiden immer mehr merken, dass sie einander brauchen.
Erstaunlich finde ich dann den Wechsel, als Anna sich selbst auf den Weg nach Venedig macht, um dort weiter zu suchen. Und zwar allein. Man merkt, wie sie an Stärke, Selbstständigkeit und auch Selbstbewusstsein gewonnen hat. Vollkommen ist sie dann natürlich nur MIT Kain 🙂 *seufz*

Ich mag nicht zuviel verraten, aber soviel sei gesagt: Die Wendung ist phänomenal. Nie hätte ich erwartet dass Anna ist wie sie ist, wie die Verwandtschaftsverhältnisse sind und wer hinter all dem steckt.
Kurz gesagt, „Engelsdämmerung“ MUSS man gelesen haben, wenn man Geschichten mag, in denen es um Engel (gefallene und auch die Schattenläufer), alte Geheimnisse und einen Hauch Liebe geht.
Empfehlenswert ist es die beiden Vorgänger zu lesen, da man so die Zusammenhänge bzw die Vergangenheit von Kain besser versteht und auch in die Grundzüge der Geschichten um Engel und Schattenläufer schon eingeweiht ist. Dank der Erklärung von Andrea bin ich aber auch recht schnell mit dem Zusammenhang vertraut gewesen.

Mein Fazit
: Definitv 

Vielen vielen lieben Dank an Andrea Guschera, den Sieben Verlag und auch Maria von lovelybooks dass ich die Möglichkeit hatte, „Engelsdämmerung“ lesen zu dürfen.

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