Rezension "Rebellen der Ewigkeit" Gerd Rübenstrunk

Gebundene Ausgabe, 416 Seiten
arsEdition, erschienen am 06.02.2012
ISBN: 978-3760765396
17,99€
Inhalt:
Zeit ist Geld! Tempus Fugit ist es gelungen einen Mechanismus zu entwickeln, der es ermöglicht Zeit von einer Person auf die andere zu übertragen. Dies tut die junge Valerie in ihrer Verzweiflung. Denn sie braucht dringend Geld um ihrer Mutter eine Behandlung im Krankenhaus zu finanzieren. Durch einen Zufall bzw Unfall trifft sie auf Willis, der als Fahrradkurier seinen Lebensunterhalt verdient und versucht, allein klar zu kommen. Auf der Flucht vor zwei zwielichtigen Gestalten, die ihn bei seinem letzten Auftragsgeber gesehen haben wird er in einen Unfall verwickelt, der ihn mit Valerie und Karelia, die das Auto fährt auf das Willis auffährt und welches Valerie anfährt, zusammenführt.
Die drei werden immer tiefer in die Verwicklung mit dem Handel der Zeit gezogen und treffen bei einem Auftrag für Karelia, die Privatdetektivin ist, auf die „Rebellen der Ewigkeit“ die sich gegen Tempus Fugit und den Geschäftsführer wehren wollen und den Zeithandel zerstören wollen. Auf welcher Seite sollen sie stehen? Und Willis ahnt noch nicht, wie tief er in die Geschichte persönlich verwickelt ist.
Meine Meinung:
Valerie ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist einfühlsam, verzichtet auf zehn Jahre um ihrer Mutter zu helfen, ist eine begnadete Klavierspielerin und wirkt vom ersten Augenblick bei Tempus Fugit unheimlich sympathisch. Willis ist misstrauisch, versucht ein harter Kerl zu sein, was sicherlich auch an seiner Vergangenheit im Heim liegt. Aber auch er wächst mir richtig schnell ans Herz. Er erinnert mich stark an meinen kleinen Bruder.
Eine Kleinigkeit gibt es und zwar finde ich es etwas seltsam wie schnell Karelia die beiden engagiert für sie zu arbeiten und dann auch wie schnell sie erfolgreich sind. Ansonsten ist auch sie ein sehr herzlicher Charakter.
Die Nebencharaktere sind ebenso menschlich gestaltet und bringen eine angenehme Abwechslung in die Geschichte, die dann doch sehr vorhersehbar ist.
Was mich erschreckt, ist die stellenweise doch sehr heftige und detaillierte Beschreibung der Grausamkeiten. Ich bekomme immernoch Gänsehaut wenn ich dran denke, wie Willis geblendet wird. Da würde ich Bedenken haben ob man das Buch schon einem 13jährigen zum lesen geben kann.
Die Beschreibung der Technik… Ja, ich bin einfach kein Physik-Genie und ich muss sagen, ich habs leider nur ansatzweise verstanden. Ich denke aber, dass es nachvollziehbar geschrieben ist und man sicherlich mit etwas Physikverstand es auch begreifen kann, was Gerd Rübenstrunk als Grundidee hatte. Ich mit meiner absoluten Physikunkenntnis habe da leider ein paar Probleme 🙂
Der Schreistil ist flüssig und die Perspektiven wechseln immer wieder mal. Zwischendurch bekommt der Leser einen Eindruck was durch die Verschiebung der Zeit in der Welt so sich ändert, bzw wo in der Welt die Unregelmäßigkeiten auftreten. Diese Auflockerungen finde ich ganz angenehm zu lesen, vor allem weil man dann ein wenig verstehen kann, was dort gerade so durch diese Verschiebung schief läuft. Wenn etwas nicht mehr dort ist wo es sein sollte.
Das Ende finde ich besonders gut gelöst. Das sich die Personen irgendwo im Nirgendwo treffen und aber irgendwie wissen, dass sie sich kennen. Ja, gefällt mir ausgesprochen gut.
Fazit:
Alles in allem würde ich sagen, ein sehr gelunger Jugendroman, dem es in keinem Fall an Spannung fehlt, der optisch auf jeden Fall überall auffällt (ich liebe das Orange!!) und der sich (bis auf das Alter) uneingeschränkt weiterempfehlen lässt.

Vielen Dank an Gerd Rübenstrunk und an ars Edition das ich mitlesen dufte und dass die Leserunde bei lovelybooks ermöglicht wurde.

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